Vesperkirche 2024
Auch in diesem Jahr war das Netzwerk Kirche und Arbeitswelt wieder bei der Vesperkirche im Einsatz. Und doch war es dieses Jahr anders:
Davor ging es erst zur Kundgebung in die Innenstadt um ein Zeichen zu setzen für Demokratie und gegen Hass und Hetze.
Der 27. Januar ist der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und der Tag der Befreiung des KZs in Auschwitz.
4000 Menschen versammelten sich, um für die Demokratie ein Zeichen zu setzen. Viele mit Plakaten:
"Oma gegen Rechts", "Lillifee statt AfD", AfD ist nicht nur braun sondern einfach Kacke", "Liberté, Egalité, Fck AfD!", "Gegen Faschismus, Intoleranz, Ausgrenzung", "Nicht noch 1x braun", "Singen ist bunt - für Demokratie"

Die Vesperkirche war nach der Kundgebung gut gefüllt und das Miteinander erlebbar. Auch der Mittagsimpuls, den Betriebsseelsorgerin Heike Gotzmann und Personalrat Markus Sonnenschein gemeinsam gestalteten, griff die derzeitige Situation auf:
"Wachsende Angst, Wut und sozialen Spaltung in unserer Gesellschaft sind ein gefährlicher Nährboden für antidemokratische Strömungen. Wir müssen uns damit auseinandersetzen. Die politisch Verantwortlichen, aber auch jeder Einzelne von uns.
Das Unwort des Jahres „Remigration“ fördert schreckliche Absichten zutage. Es geht um nichts weniger als um die Ausweisung/um die Deportation von Menschen. Leider sind das nicht nur dunkle Geister, die wir glaubten, längst hinter uns gelassen zu haben. Nein: Das ist brandgefährlich! Wehret den Anfängen!
Sind wir diesen Geistern hilflos ausgeliefert? – Nein, das sind wir nicht!
Wir sind nicht machtlos, denn wir können dem Hass in Gesellschaft, Gemeinwesen oder Unternehmen entgegentreten. Wir können uns im Namen der Menschenwürde und um des Friedens willen verbünden.
Ein in christlichen Gemeinden gesungenes Lied ermutigt dazu, denn dort heißt es:
„Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns“. Das sind heilsame Bilder für das Herz.
Wir sind nicht machtlos, denn wir können dem Hass in Gesellschaft, Gemeinwesen oder Unternehmen entgegentreten. Wir können uns im Namen der Menschenwürde und um des Friedens willen verbünden.
Ein in christlichen Gemeinden gesungenes Lied ermutigt dazu, denn dort heißt es:
„Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns“. Das sind heilsame Bilder für das Herz.
„Friede auf Erden“ – diese Botschaft der Engel wird gerade zur Provokation, zur Herausforderung. Es geht um Haltung und ein Bekenntnis zum Frieden, die in Kopf und Herz der Menschen verankert sein müssen. Sie schließt Gewalt aus und sucht Frieden und Versöhnung, beginnend im eigenen Leben und im eigenen Umfeld.
Lasst uns zusammenstehen: Für Frieden, für Solidarität und für Menschlichkeit!"



